Ich möchte gerade ein klein wenig brechen. Spontane Schnapsideen sollten verboten werden. Ernsthaft! Nachdem ich mich von Lisa (später auch im Video erwähnt) zu einem Video in der Art inspirieren lassen habe, wusste ich nicht, welche Ausmaße die ganze Angelegenheit mit sich ziehen würde.
Unüberlegt setzte ich mich vor’s iPhone und missachtete jegliche “Wie scheiße sieht das denn bitte aus” – Bildqualität. (Vielleicht hätte ich doch statt der Frontkamera die normale nehmen sollen. Aber dann hätte sich Madame ja nicht mehr gesehen und uh, das wäre ja höchst dramatisch gewesen.) Doch weil ich euch dennoch mein Samstagabend-Werk nicht vorenthalten möchte, habe ich es spaßenshalber trotzdem einmal hochgeladen. Missachtet “der Gerät”, “Assi-Gangster-Ich-Parodien”, mein kleines Vampirzähnchen, meinen grauenvollen Haaransatz (Friseurtermin ist übrigens schon gemacht) und was nicht sonst noch so alles peinliches drin vorkommt. Wie sagte ich so schön: “Ich bin sonst eigentlich nicht so!”, und das trifft diesmal aber wirklich zu. Glaubt es mir!
Ach übrigens: Das “spiegelverkehrt logisch, logisch” bezieht sich auf meine Ansicht, während ich auf den iPhone-Bildschirm schaue. Jaja, manchmal verlassen meine Gedanken meinen Mund und dann wird es peinlich.
Willkommen im Jahr 2012 oder auch: Happy Birthday nachträglichall good things. Und wieder ist ein Jahr vergangen. Ein Jahr, in welchem ich sichtlich unaufmerksam mit meinem Blog umging und ein Jahr, auf welches ich gut und gerne zurückblicke. Wobei das eigentlich gelogen ist, denn normalerweise endet für mich das Jahr am einunddreißigsten Dezember um 23:59 Uhr, wodurch ich jegliche Jahresrückblenden, -resümees und -fazite unbeachtet lasse. Ich muss nicht untersuchen, ob das Jahr nun besonders erfolgreich für mich war, ob ich eine Menge an Glückssträhnen verzeichnen konnte oder ob irgendetwas von grundauf schlecht lief. Genauso wenig muss ich mich aufs Äußerste betrinken, weil man das an Silvester scheinbar so macht. Aber gut, ich glaube über meinen fehlenden Alkohohlkonsum brauche ich nicht weiter zu philosophieren.
Für Jahresrückblicke ist es meiner Meinung nach übrigens nie zu spät. Insofern das alte Jahr noch nicht alzu lange zurück liegt. Und so habe ich mich hingesetzt und mein spürbar mageres Bildmaterial zu kleinen (von lashout.de inspirierten) Grafiken zusammen gewerkelt. Wenn man sich allein nur die Bilder betrachtet, so erscheint mein Leben wohl ausgesprochen trostlos und eintönig. Doch weil ich nun einmal ein sehr engagierter Blogger (oder auch nicht) bin, muss ich mit dem Bildmaterial zurechtkommen, welches mal hier, mal dort nebenbei entstanden ist.
Januar & Februar
Was den Januar vergangenen Jahres vom diesjährigen unterscheidet? Es lag Schnee! Und das nicht nur ein bisschen, sondern es schneite ordentlich, wodurch mein heimatliches Flüsschen zum Ende hin zu einem leicht monströsen Ungetüm angeschwollen war. Doch bevor dies passierte, rutschte ich mit den liebsten Menschen (& dem liebsten Hund) ins neue Jahr. Wir lernten “Kinect” für die Xbox lieben und erfreuten uns an bunten Knicklichtern, die uns an unsere Jugendherbergszeiten erinnerten.
Was sonst noch im Januar geschah: Mein Bruder feierte seinen 25 Geburtstag. Ich hatte alle Hände voll mit meiner Projektarbeit zu tun. Und ich fing an meine Haare wieder dunkler färben zu lassen.
Im Februar begann dann allmählich der Ernst des Lebens. Ich musste das schriftliche sowie das gegenständliche Produkt meiner Projektarbeit abgeben. Wobei ich mal wieder lernte: Alles auf den letzten Drücker zu machen, ist zwar wahnsinnig stressig, aber seltsamerweise funktioniert es immer ausgesprochen gut. Und meine Tätigkeit als Schülerin wurde erneut mit Ferien belohnt.
März
Der März begann wie jedes Jahr traditionell mit dem Geburtstag meines Vaters (01.03.) und einen Tag später folgte dann mein wunderbarer Ehrentag. Somit begann die große “Fresserei” von vorn. Kuchen hier, Kuchen da. Hatte man sich gerade vom weihnachtlichen Festtagsschmaus erholt, so wurde man an diesen Tagen wieder besonders getriezt. Es folgten viele sonnige Spaziergänge mit dem Hund und gemütliche DVD-Abende mit der dritten Staffel von Doctor’s Diary. Zudem entdeckte meine Schwester meine Kamera und versuchte sich das ein oder andere Mal als Fotografin hinter der Linse.
April
Was soll ich sagen? Anfang April stand erneut ein Geburtstag auf dem Kalender. Meine Schwester feierte mit einem, von ihr persönlich gewünschten, trockenem Schokokuchen ihren achten Geburtstag und ließ sich zum regelmäßigem Sport treiben (auf der Wiese überreden).
Am 15. des Monats war es dann endlich soweit. Ich musste meine Projektarbeit vor einer Prüfungskommission mündlich verteidigen. Nach tagelanger Vorbereitung, einer großen Portion Angst und Zweifel brachten wir unser Werk mit einem glatten Schnitt (inklusive schriftlichem Teil, gegenständlichen Produkt und mündlicher Verteidigung) von 1,0 über die Bühne. Gefeiert wurde dieses Ergebnis noch am selbigen Tage mit einem Millencolin-Konzert in Nürnberg.
Die darauffolgenden Ferien verbrachten wir bei unseren Bekannten in Arnstadt. Wir legten eine Shoppingtour durch Erfurt ein, kuschelten mit Ziegenbabys im städtischen Tierpark und freuten uns, dass es endlich richtig Frühling wurde. Wodurch wir alle wieder viel mit dem Rad unterwegs waren.
Mai & Juni
Der Mai und der Juni – diese beiden Monaten brachten zwei Worte, welche beide gleichermaßen mit “P” beginnen. Nämlich zum einen Pferde und zum anderen leider Prüfungen. Aber nun erst einmal zum schöneren von beiden.
Nach monatelanger Suche wurde ich endlich wieder fündig. Zwei Pferde (Araber & Deutsches Reitpferd) wurden mir als Reitbeteiligung angeboten. Besser konnte es nicht laufen, denn die beiden stehen knappe 3km von hier entfernt und sind somit mit dem Rad prima zu erreichen. Einziger Nachteil: Die beiden stehen allein in einem Offenstall, ohne wirklich Strom und Licht. Aber diese “Opfer” nahm ich wirklich gern in Kauf (bzw. ich nehme sie heute immernoch).
So verbrachte ich also viele schöne Frühlingstage im Sattel, im Wasser (mit Pferd) oder aber einfach auf der Wiese, während ich halbherzig meinen Prüfungsstoff lernte.
Kommen wir nun zum zweiten “P”-Wort. Nachdem ich meine Vorprüfungen mit einem frustrierenden Ergebnis (ø 2,6) abgeschlossen hatte, ging es motiviert in Richtung Abschlussprüfungen. Mathe, Deutsch und Englisch standen in schriftlicher Form auf dem Prüfstand und da ich in einem Fach mündlich geprüft werden musste, entschied ich mich kurzerhand für Ethik. Und nachdem ich im letzten Fach mein gesamtes Wissen über Suizid, Glücksvorstellungen und Co. unter Beweis gestellt hatte, konnte ich auch endlich einen riesengroßen Haken hinter das Wort Prüfungen machen. Schlussendlich konnte ich meinen Schnitt deutlich verbessern, wodurch sich dann ingesamt ein Ergebnis von 1,6 ergab. Ich konnte also durchaus zufrieden sein.
Juli & August
Der Juli bachte dann das Ende meiner Schulzeit. Am ersten des Monats wurde uns in einer kleinen feierlichen Runde unser Abschlusszeugnis überreicht und wir alle schwirrten raus in die große weite Welt. Wie pathetisch das jetzt klingt. Nach der großen Anstrengung sollten dann also erst einmal Ferien folgen. Diese brachten mir einen Abschlussball an der FH für Architektur in Erfurt (wovon ich hier auch berichtete), sturmfreie Tage, Besuche im Freibad, ein paar Fototouren, viele Spaziergänge mit dem Hund, eine Rundreise durch das beschauliche Thüringen, und so weiter und so fort.
Der liebe gute August brachte etwas, was ich schon kurz darauf wieder bereute. Aber da es ebenso zu meinem Jahr 2011 gehört, werde ich es nicht unerwähnt lassen. Um es beim Namen zu nennen: mein FSJ. Ich landete auf der Kinderstation, lernte viel für mein späteres Leben als eventuelle Mutter und stellte ein paar Monate später fest, dass dieser Berufszweig eindeutig nichts für ist. (Von der Mentalität der Kollegen mal ganz zu schweigen.)
September
Je mehr Texte ich für meinen Jahresrückblick zu “Papier” bringe, umso mehr merkt man meine Wortkargheit. Vielleicht war das also doch keine so gute Idee, hm. Aber als perfektionistischer Mensch mag ich angebrochene Sachen umbedingt zuende bringen und deswegen fahre ich am besten gleich mal mit dem Monat September fort. Der September ist ein Monat, bei dem mein Leben einzig allein aus “um 3:45 Uhr aufstehen, auf Arbeit gehen und 16:00 Uhr wieder Zuhause sein” bestand. Ernsthaft. Mehr fällt mir zu diesem Monat echt nicht ein. Okay, ich war einmal wieder mit meiner Mutter fotografieren, aber ansonsten war der September äußerst trostlos und unspektakulär.
Oktober
Ähnlich wie der September, begann auch der Oktober. Es sollte aber der letzte Monat im Krankenhaus werden, denn kurzerhand wanderte meine Kündigung ins Personalbüro. Eine Entscheidung, die ich noch heute nicht bereut habe und bei der ich es wohl auch nie tun werde. Was gibt es zum Oktober noch zu sagen? Ach ja, in diesem Monat begann die große “Zimmertausch-Aktion” mit meiner Mutter. Sie tauschte ihr größeres Schlafzimmer gegen mein beschaulich kleines Kinderzimmer. Naja oder besser: Wir fingen an zu planen.
Was sonst noch geschah: Wir bekamen Besuch von unseren Bekannten. Meine Mutter ließ sich wieder zu einem kleinen Shooting überreden, ich selbst fotografierte auch mal wieder. Ich festigte meine Liebe zu Tieren + meinen Vegetarismus und meine Haare wurden endlich wieder hellblond.
November
Im November geschah dann der Tag der Tage, an dem ich mir endlich einen großen Traum erfüllte. Vollkommen ungeplant und aus reiner Interesse blätterte ich durch die iPhone-Tarife und blieb dann kurzerhand bei einem hängen. Lange stand dieses Gerät nun schon auf meiner Wunschliste und nachdem man mich versuchte mittels iPod Touch davon abzubringen, traf das gute Stück Mitte November endlich bei mir ein. Dies geschah, kurz nachdem meine beste Freundin, mit der ich diesen Monat übrigens überwiegend die Zeit verbrachte, ihr neues Schätzchen in den Händen hielt. Und auch wenn ich mich zu wiederholen scheine: Der November war ein ausgesprochen ruhiger und besinnlicher Monat. Wir warteten auf Bahnhöfen und kauften die ersten Weihnachtsgeschenke ein.
Dezember
BÄÄM! Here comes Mr. december! Tada. Die Pauken und Trompeten erspare ich euch jetzt mal lieber, denn im letzten Monat des Jahres passierte etwas, was mir all die vergangenen Jahren erspart blieb. Ich kann mich an kein Jahr erinnern, an welchem ich so wenig Lust auf Weihnachten hatte, wie im Jahr 2011. Ich muss furchtbar gewesen sein. Während am 23. alle freudestrahlend das kommende Weihnachtsfest begrüßten, beschäftigte ich mich lieber mit anderen Dingen. Zwar vollbrachte ich die typischen Rituale (Plätzchen backen, Schokoäpfel machen und Geschenke einkaufen – wie immer auf den letzten Drücker am 23.), aber trotzdem konnte ich dem Fest echt nichts abgewinnen. Oder aber besser: ich habe es einfach akzeptiert und mich an, mit Freude gefüllten, Gesichtern erfreut.
Der Dezember im Schnelldurchlauf: Mein Zimmer wurde endlich komplett fertig, ich war nach Jahren mal wieder bei IKEA (letztendlich kam ich dann im Dezember auf 3 IKEA-Besuche, welche beinahe unmittelbar hintereinander stattfanden), ich durfte mir Weihnachtsgeschenke bei “Nova Eventis” aussuchen. Ich bekam mehr Geschenke als erwartet und Silvester zelebrierte ich wieder ausgesprochen ruhig.
“Alles hat ein Ende [...]” – so auch dieser Jahresrückblick, welcher ausgesprochen langweilig und uninteressant geworden ist. Ich mag es eigentlich ungern, wenn man seine eigenen Sachen ständig selbst dumm macht, aber hier in diesem Falle … naja, wie eine kitschig dramatische Seifenoper ist mein Leben (bzw. 2011) ja nun nicht gerade. Aber an viele Aktivitäten (ich hab beispielsweise Belantis im Juli vergessen) kann ich mich a) nicht mehr erinnern und b) oder aber sie sind nicht gerade erwähnenswert. Ich denke da nur an Shoppingtouren, Treffen mit Freunden, Familienfeiern, Ausflüge in andere Städte, Ausritte, usw. Verzeihet also. Und nach all den vielen Worten nun endlich ein letztes Schlusswort: 2011 – es war schön mit dir!
Ich bewege mich auf den glitzernden Straßen meiner Heimatstadt und es kümmert mich herzlich wenig, dass in dreiunzwanzig Tagen bereits Weihnachten ist. Dabei bin ich sonst immer der tolle “Huhu, des glitzert überall und es schwebt ganz viel Liebe im Raum” – Mensch. Ich weiß momentan auch nicht so recht was mit mir los ist. Ich backe Plätzchen, bewundere unsere Weihnachtsdekoration, verbringe Abende auf dem Weihnachtsmarkt, aber es tut sich einfach nichts. Mein Kopf wird wohl selbst Heiligabend nicht realisieren, dass das Fest der Liebe (haha, gern auch “das Fest der unerfüllten Erwartungen) bereits im vollem Gange ist. Schade eigentlich. Von Silvester mal ganz zu schweigen. Ich wäre nur zugern ein Mensch, der bereits Monate zuvor weiß, welches Outfit er trägt und wo er sich am besagtem Abend befindet.
Mit meinen künstlerischen Talent gibt es übrigens auch wieder ein paar Neuigkeiten. Denn in Zukunft werde ich mit der wunderbarenNadine eine eigene, kleine Grafikenseite führen. Und ich kann schon so viel sagen: “Ihr dürft gespannt sein!” ❥
(Wer mich bei Instagram verfolgen möchte, findet mich dort unter den Namen moehri.)